Generiertes Wissen muss in einer Form dargestellt werden, die es benutzbar macht. Hierbei hängt es vordergründig zum einem vom Konsumenten ab, in welcher Form das Wissen dargestellt werden soll, zum anderen vom Medium, in dem das Wissen dargestellt wird.
In Wissen 3.0 kommen hierfür unterschiedliche Verfahren zum Einsatz:
- Destillation
- Multilayer-Visualisierung
- Navigation Views
Destillation
Relevante Informationen auf einer beschränkten Ausgabemöglichkeit zu visualisieren ist eine Herausforderung. Die Information muss möglichst komprimiert dargestellt werden, allerdings dürfen keine wesentlichen Inhalte verloren gehen. Ein Anwendungsbeispiel wäre die Darstellung einer Unternehmensnachricht auf einem mobilen Gerät wie Handy oder PDA. Es besteht keine Möglichkeit, den gesamten Text darzustellen, dennoch sind die Informationen innerhalb der Nachricht relevant. Destillation beschreibt Verfahren und Methoden, aus solchen langen, unstrukturierten Informationen eine komprimierte, darstellbare Information zu generieren. In diesem Beispiel kann die Unternehmensinformation automatisiert in einen Zahlenwert übersetzt werden, die in Verbindung mit einer Skala eine Wertigkeit der Nachricht in "gut" oder "schlecht" vornimmt. Dieser Zahlenwert kann in einem begrenzten Ausgaberaum dargestellt werden und eine Indikation geben, ob man die gesamte Nachricht lesen möchte oder nicht.
Multilayer-Visualisierung
Um viele Informationen zu unterschiedlichen Informationsbereichen visualisieren zu können, wird in Wissen 3.0 eine Technik verwendet, die als Multilayer-Visualisierung bezeichnet wird. Hierbei werden verschiedene Informationsebenen übereinander gelegt und somit sind sowohl eine Gesamtinformation wie auch Einzelinformationen zu den jeweiligen Informationsebenen abrufbar. Die Herausforderung ist, dass die verschiedenen Layer so gewählt werden, dass diese orthogonal sind und somit die Informationsdarstellung ergänzt und nicht überdeckt werden.
Navigation Views
Das "Stöbern" in großen Informationsbeständen - Stichwort Suchmaschinen - muss auf eine intuitive, an den Anwender angepasste Art und Weise stattfinden, um Ergebnisse zu erhelten. Hierzu ist es notwendig, Oberflächen zu schaffen, die sich an die Gewohnheiten des Anwenders anpassen und nicht versuchen, dem Anwender ein Suchschema aufzudrängen. Zum Einsatz kommen in diesem Bereich häufig Informationswolken, Galaxien oder neuartige Baumstrukturen.